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Einstieg
Bevor Du jetzt weiterliest, vergiß für einen Moment mal die "KlickiBuntiWelt" von
Windows. Als waschechtes Unix-Drivat möchte sich Linux am liebsten direkt
mit Dir "unterhalten" ....
Login (580×380, 1.158 Bytes)
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Hoffnungsfroh startest Du den frisch installierten Linux-Rechner, der Dich erst mal mit
furchteinflößenden Systemmeldungen bombardiert.
Und dann ?
Dann fordert er Dich auf, Dich einzuloggen.
Also nicht wie im DOS, wo man dann direkt loslegen kann.
Ok - Kein Problem - mal root eintippen, und hoffentlich
weißt Du noch das passende Passwort dazu, sonst hast Du jetzt ein ernstes Problem....
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Konsole (580×380, 268 Bytes)
ls-l (580×380, 1.649 Bytes) |
Doch jetzt kommt die erste derbe Enttäuschung:
Das Hyper-Dyper-Highend-Betriebssystem Linux präsentiert sich mit einer wahrhaft
spröden Oberfläche, die eher an das gute alte DOS erinnert,
als an irgendwas wie "Multiuser / Multitasking / 32 bit".
Trotzdem - Linux verwaltet als echtes 32 - bit Betriebssystem wie Windows 95 - XP
oder Windows NT den gesamten eingebauten Arbeitsspeicher "am Stück" und beherrscht wie
diese auch die hohe Kunst der virtuellen Speicherverwaltung (das ist der Trick mit der
Auslagerungsdatei), das ganze nur noch sehr viel perfekter!
Außerdem können, was Windows nur noch so gerade eben noch mit Ach und Krach ganz
lustlos schafft, mehrere Programme "gleichzeitig" laufen (Multitasking) und
- was Windows dann gar nicht mehr bringt - mehrere Benutzer können gleichzeitig mit dem
Rechner "spielen" (Multiuser).
Trotzdem ist der Verschleiß an Systemresourcen ungleich geringer und die Stabilität
weitaus höher als bei den "Großen".
Experten wissen darüberhinaus die wesentlich offenere "Informationspolitik" von Linux
sehr zu schätzen.
Daß Linux auch mit den "langen" Dateinamen klarkommt, bedarf wohl nur einer kleinen
Randbemerkung. Und das mit dem Jahr 2000? War für Linux von Anfang an schon kein Thema ....
Aber um diese Vorzüge in vollen Zügen genießen zu können,
mußt Du noch ein wenig weiterlesen...
Tipp mal ls -l ein - das ist die Linux'sche Antwort auf das DOS'sche DIR....
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| Dateien |
Schon etwas gewöhnungsbedürftig, was da nach dem ls -l
zum Vorschein kommt. Aber alles halb so wild!!!!
Was schleppt eigentlich eine DOS-Datei so alles mit sich 'rum?
Dateinamen, -datum, -länge und die lieben Attribute.
Unter Linux ist das auch nicht viel anders, nur daß es da im Gegensatz zu DOS noch
"User" und "Groups" gibt - und daraus ergibt sich eigentlich schon
diese etwas seltsame Darstellung auf dem Bildschirm.
Sezieren wir es - vereinfacht:
| Attribute | User | Group | Länge | Datum | Name |
| User | Group | Alle |
rwx | r-x | r-- | root | root | 8544 | Jun 21 13:00 | cat |
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Diese Datei mit dem Namen "cat" enthält 8544 Bytes und ist am
21.6. um 13:00 Uhr vom User "root", der der Group "root" angehört,
erstellt worden.
Dieser "User" darf diese Datei lesen (read), schreiben
(write, also ändern oder löschen) und auch
ausführen (execute).
Jeder andere User, vorausgesetzt, er gehört auch der Group "root" an, darf diese Datei nur
lesen und ausführen.
Alle anderen (also der Rest der Welt) dürfen diese Datei nur lesen - sonst nix!!!
Wie war das eben? Ausführen ?
Kleine Überraschung - es gibt unter Linux keine
EXE, COM, BAT und PIF's; die Ausführbarkeit wird nur über
dieses Attribut festgelegt.
Cool - gell?
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| Links |
Was DOS überhaupt nicht kennt und Windows erst seit der Version 95 so halbwegs beherrscht,
wird unter Linux bis zur absoluten Perfektion betrieben: Die Symbolic Links oder kurz
Symlinks:
Man erstelle eine "Spezial-Minidatei", in der nur steht, wo etwas zu finden ist, sei es eine Datei, ein Pfad oder ein weiterer Symlink. Dann verhält sich diese kleine "Spezial-Minidatei" beim Ausführen so, als wäre es das, auf was es verweist.
Dazu ein Beispiel:
Man setze einen Symlink
ln -s /home/ilo01247/www /home/httpd/www/data/hohmann
namens "hohmann" in das Verzeichnis /home/httpd/www/data/ (das ist der Document-Root von unserem
Web-Server) mit dem Verweis auf das Verzeichnis /home/ilo01247/www und schon sieht es
fast so aus, als wäre direkt im Verzeichnis /home/httpd/www/data ein Unterverzeichnis namens
"hohmann". Und schwuppdiwupp ist meine Homepage unter www.ilo.de/hohmann zu erreichen....
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| Ordner |
Als erstes fällt auf, daß die Ordnernamen nicht wie beim DOS durch einen
"Bäcksläsch" (\), sondern durch einen simplen Schrägstrich (/) voneinander
getrennt werden. Das Internet läßt grüßen. Und genau so muß Du das
auch beim cd handhaben, wenn es Dich nach einem anderen Ordner
gelüsten sollte...
Ansonsten haben auch die Ordner Attribute:
- Das "Lesen" macht diesen Ordner überhaupt erst einsehbar.
- Das "Schreiben" befähigt den Benutzer nicht nur, diesen Ordner zu ändern oder zu
löschen, sondern auch, in ihm Dateien abzulegen.
- Etwas seltsam: Der "ausführbare" Ordner. Diesen kannst Du ganz normal öffnen wie
im DOS. In einen "nicht ausfühbaren" Ordner kommst Du ums Verrecken nicht hinein,
erfährst also auch nichts über sein "Innenleben".
Und der Gag dabei?
Nur so kannst Du ganz gezielt gewissen Personen und/oder Personengruppen den Zugang zu
bestimmten Ordnern erlauben oder versperren.
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| Laufwerke |
Jetzt wird's echt heftig - es gibt unter Linux keine Laufwerksbuchstaben - also nix mit
C:\ und so. Nachteil? Keineswegs!!! Riesen Vorteil!!!
Anstatt es einem etwas dümmlichen Betriebssystem zu überlassen, welches Laufwerk und welche
Plattenpartition mit welchem Buchstaben "geschmückt" werden soll, kann man unter Linux selbst
"Hand anlegen".
Mounten heißt das Zauberwort, das heißt, einfach so zu tun, als wäre das Laufwerk
oder die Plattenpartition ein Ordner, der sich nahtlos in das bestehende Dateisystem integriert.
Und das geht soooo einfach!!!
- Mit mkdir /cdrom einen Ordner namens "cdrom" anlegen.
- Dann mount /dev/cdrom /cdrom eingeben - und schon sieht
man den Inhalt der CD im Ordner /cdrom
Oder mal schnell die 3. Partion der 2. SCSI-Platte "'reinhängen":
mkdir /scsi/platte2/part3
mount /dev/sdb3 /scsi/platte2/part3
"sdb3" bedeutet scsi disk,
"b" ist die 2. Platte, von dieser die
3. Partition 'reinhängen
Bingo!!!
Mehr "Geräte" im Abschnitt "Hardware". |
Blut geleckt? Dann woll'n wir mal DOS mit Linux vergleichen:
Der ultimative Vergleich zwischen David und Goliath.
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