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Hardware:

Diese Seite zeigt den Zugriff von Linux auf die Hardware

 
 

 Hardware

 

Der Zugriff von Linux auf die Hardware des Rechners ist denkbar einfach:

Im Verzeichnis /dev finden sich tonnenweise sogenannter "devices", über die die Hardware angesprochen werden kann. Die folgende Aufstellung kann daher keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben - nicht einmal annähernd!

Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, daß sich eine solche "Gerätedatei" wie jede andere Datei behandeln läßt - man kann in sie hineinschreiben oder etwas herauslesen. Hinter diesen Gerätedateien stecken natürlich ausgeklügelte Treiber....

Beispiele:
# Drucken:
echo "Druck das" > /dev/lp0

# Modem resetten:
echo -e "ATZ\r" > /dev/cua1

# MBR sichern:
dd if=/dev/hda of=~/mbr bs=512 count=1

# Disketten-Image erzeugen:
dd if=/dev/fd0 of=~/diskimage
Laufwerke Diskette /dev/fd0 oder /dev/fd0h1440
Beispiel:
mount /dev/fd0 /floppy
 
Festplatte /dev/hda1 .... /dev/hda4 für die 4 Partitionen der 1. IDE-Festplatte
/dev/hdb1 .... /dev/hdb4 für die 4 Partitionen der 2. IDE-Festplatte
/dev/sda1 .... /dev/sda4 für die 4 Partitionen der 1. SCSI-Festplatte
Beispiel:
mount /dev/hda2 /mnt
 
CDROM /dev/hdb oder Symlink "cdrom" auf hdb für ein IDE-CDROM-Laufwerk als 2. "Platte"
Beispiel:
mount /dev/cdrom /cdrom
 
Ramdisk /dev/ram0 ... /dev/ramx für die Ramdisk 1 ... x
Beispiel:
mount /dev/ram0 /mnt
 
Schnittstellen     Seriell /dev/cua0 ... /dev/cua3 für "COM1 ... COM4"
Beispiel:
ln -s /dev/cua0 /dev/mouse
ln -s /dev/cua2 /dev/modem

Also - an "COM1" die Maus und an "COM3" das Modem.
Mit setserial /dev/modem irq 7 könnte man das Modem z.B. auch auf den IRQ 7 legen - ganz simpel, oder?
 
Parallel /dev/lp0 .... /dev/lp2 für 3 Druckerschnittstellen
Beispiel:
Mit cat textdatei > /dev/lp0
könnte man mal auf die Schnelle einen Text mit dem ersten Drucker drucken ...
Oder diese ganze Druckerei mit tunelp /dev/lp0 -i 7 (Interruptsteuerung auf IRQ 7) noch etwas effizienter gestalten.
 
Netzwerk LAN /dev/eth0 ... /dev/ethx für die Netzwerkkarten 1 ... x
Beispiel:
route add 192.168.0.100 gw 192.168.0.4 dev eth0
legt eine Route zum Rechner mit der IP 192.168.0.100 über das Gateway "192.168.0.4" mittels der Netzwerkkarte eth0
 
ISDN /dev/ippp0 .... /dev/ipppx für die ("logische") ISDN-Karte 1 ... x
Beispiel:
route add 192.168.0.100 dev ippp0
legt eine Route zum Rechner mit der IP 192.168.0.100 mittels der ISDN-Karte ippp0.
route add 192.168.0.101 dev ippp1
legt eine Route zum Rechner mit der IP 192.168.0.101 mittels der ISDN-Karte ippp1.
Rein physikalisch kann es sich dabei um ein und die selbe ISDN-Karte handeln! Mit zwei verschiedenen Accounts halt...
 
Winpopup     Eigentlich gar kein "Device" sondern ein ganz nützliches Tool als Beigabe zum Fileserver Samba
smbclient -M <Host> -U <Verfasser> schickt Nachrichten ins Netz, die von Windows' Winpopup (95/98) bzw. Nachrichtendienst (NT) empfangen und angezeigt werden. Beispiel:
echo "Formatieren der gesamten Festplatte beendet" | smbclient -M Klaus -U "dem Vollstrecker"
Diese kleine "Kreislaufhilfe" wird zum Host "Klaus" gesendet und schaut dort so aus (Windows NT):

Winpopup

 
 
Konsolen Lokal /dev/tty1 ... /dev/ttyx für die Konsolen 1 ... x
Beispiel:
echo "Hallo Wurstnase" > /dev/tty3 schickt dieses wenig schmeichelhafte Sprüchlein an die 3. Konsole...
 
Remote /dev/ttyp0 ... /dev/ttypx für die Konsolen 1 ... x
Beispiel:
echo "Hallo Wurstnase" > /dev/ttyp0 schickt selbiges böse Sprüchlein an die 1. Konsole eines "Externen"