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Netzwerktechnik: Die Hardware
Es sind gerade mal 17 Jahre her, da wurde ein 486'er mit
100 MHz Taktfrequenz und 32 MB Arbeitsspeicher mit "Novell 3" auf einer 1 GByte-Platte als
der "Non-Plus-Ultra-Server" angepriesen. Für ein stattliches 5-stelliges Sümmchen,
versteht sich....
Das hat sich inzwischen gründlich geändert. Als eins der perfektesten
Serverbetriebssysteme hat sich Linux mittlerweise weltweit als Standard etabliert.
Denn dieses Betriebssystem bringt bereits von Hause aus alles nur erdenkliche mit, was man
für den Netzwerkbau benötigt.
Und das beste daran: Linux ist mit seiner gewaltigen Auswahl an Serverprogrammen
Freeware!
| Fileserver | |
Je nach Größe des LAN und den Anforderungen an die Datensicherheit
- in aller Regel wird man einen leicht angestaubten Pentium II mit 128 MB Arbeitsspeicher und
einer 4 GByte Platte kaum in die Knie zwingen können. |
| Router |
Einen reinen Router, also ohne Proxy und ohne DHCP gibt's
auch als Hardwarelösung, die im lokalen Netz über Telnet oder
(meistens) HTTP leicht administriert werden kann. Weit besser sind allerdings
die integrierten Lösungen mit eingebauter Firewall und einem Switch.
Für etwas höhere Anforderungen sollte es schon ein richtiger PC sein.
Ein 486'er mit 66 MHz und 32 MB Arbeitsspeicher reicht in der Regel aber völlig. |
| Workstations |
Da in der Regel Windows 9x, 200x, XP oder (besser) das gute alte aber dafür stabile
Windows NT als Betriebssystem und Office 97 ... 200x oder ähnliches als Arbeitsprogramm
läuft, sollte es schon ein handelsüblicher Pentium mit mindestens 64 MB Arbeitsspeicher
sein. Für XP oder 200x sollte der Arbeitsspeicher schon etwas üppiger ausfallen.
Hier stellen 256 MB die unterste "Schmerzgrenze" dar. |
Verkabelung koaxial |
Früher hat man die Rechner im LAN üblicherweise mit den dicken Koaxialkabeln
miteinander verbunden.
Das Kabel startete von irgend einem Rechner und hatte dort den unbedingt notwendigen
Abschlußwiderstand, "Terminator" genannt.
Dann lief dieses Kabel von Rechner zu Rechner, und jeder "zapfte" an dieser Stelle dieses
Kabel an.
Am letzten Rechner gab's dann wieder den obligatorischen Terminator.
Diese Netzwerkstruktur, auch "Netzwerk-Topologie" genannt, ist ein sogenannter "Bus".
Vorteil:
Es muß nur eine einzige Strippe gezogen werden, daher minimaler Verkabelungsaufwand.
Nachteil:
Wehe, irgendwo auf der "langen Leitung" gibt's irgendeine Unterbrechung oder
ein Kurzschluß. Dann steht das gesamte Netz still!!!
Aus diesen Gründen (Netzwerksicherheit!!!) verwendet man die koaxiale Verbindung
und die Bus-Topologie nur in sehr kleinen Netzen, so ca. bis maximal 4 PC's.
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Verkabelung "twisted pair" |
Neben dieser lausigen koaxialen Verkabelung gibt's noch eine andere, wesentlich elegantere
Möglichkeit:
Die Verkabelung über sogenannte "twisted pair" - Kabel, die auf die Bezeichnung
10BaseT oder 100BaseT hören. Twisted pair heißt soviel wie
"paarweise verdrillt", und genauso sieht das Innenleben dieser Kabel aus - Einzeldrähte,
die paarweise "geflochten" sind und damit ziemlich unempfindlich gegen die allgegenwärtigen
magnetischen Wechselfelder. Eine äußere Abschirmung schützt dieses Kabel
zusätzlich vor elektrischen und elektromagnetischen Wechselfeldern. Damit ist
es diesem Kabel möglich, Dateien mit 100 Mbit/s zu übertragen, "richtige" Hochfrequenz
also.
Die zu dieser Verkabelungsart gehörende Netzwerktopologie heißt "Stern" und
deutet damit schon an, wie verkabelt wird:
Im einfachsten Fall geht alles von einem "Verteilerkasten", Hub genannt, aus. Von dort
wird jeder Rechner einzeln über ein solches 10BaseT-Kabel mit dem Netzwerk verbunden.
Praktisch: Am Ende dieser Kabel befinden sich die sogenannten "Western-Stecker",
die man einfach und ohne großes Fummeln in die Netzwerkkarte bzw. in den Hub steckt.
Vorteil:
Sehr gute Übertragungseigenschaften, hohe Netzwerksicherheit, denn wenn mal irgend ein
Kabel "nicht ganz sauber" ist, dann steht nicht gleich das ganze Netz still; außerdem
weiß man sofort, welches Kabel "spinnt".
Nachteil:
Gegenüber der koaxialen Verkabelung ein deutlich größerer "Kabelverhau", denn
- wie gesagt - jeder PC muß einzeln... Und dann ist da noch der Hub, also ein
zusätzliches Gerät, auf das nicht verzichtet werden kann. |
| Netzwerkkarte |
Vor noch nicht allzu langer Zeit haben Netzwerkkarten richtig Geld gekostet! Heute würde
ich selbst eine Nobel-Netzwerkkarte, so mit automatischer 10 / 100 Mbit/s - Erkennung, BNC und
10/100BaseT - Eingängen, mittlerweile als "Schüttgut" ansehen.
Ein gutes Essen beim "Franzosen" ist deutlich teurer... |
| Hub |
Auch dieser Bursche, der im Prinzip nichts anderes darstellt als ein
"Netzwerkkabelverteilerkasten", ist in einer einfacheren Ausführung - 10 Mbit/s, externe
Versorgung, Kunststoffgehäuse - mittlerweile auch zum "Schüttgut" geworden. |
| Switch |
So ein 10 Mbit/s - Netz mit sehr vielen PC's, so ab 20 und aufwärts, kann ganz schön
traurig werden. Ein komplettes 100 Mbit/s - Netz kommt vielleicht aus irgendwelchen geheimnisvollen
Gründen nicht in Frage. Vielleicht gibt es da noch ein älteres Notebook mit einer
10 Mbit/s - Karte, das gelegentlich in das 100 Mbit/s - Netz gehängt werden soll.
Dann wäre es doch sehr praktisch, wenn der "Hub" den langsamen Vertreter automatisch erkennen
und ins Netz lassen würde. So ein Gerät nennt man Switch, mittlerweile kaum teurer als
ein Hub. Und diese haben deshalb die Hubs inzwischen weitgehend verdrängt.
Ein weiterer Vorteil ist, daß Switches immer "Full-Duplex" arbeiten, vereinfacht
ausgedrückt, sie nutzen die Bandbreite der angeschlossenen Netzwerkkarten immer voll aus.
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